Frauen sind der Rede wert! Reden berühmter Frauen in der Geschichte.

Wann
Donnerstag - 16.11.2023
19:00 - 22:00

Wo
EineWeltHaus
Schwanthalerstr. 80
80336 München

Details

„Es gibt nichts langweiligeres, als wenn drei Männer hintereinander
reden,“ so die Erfahrung der Nürnbergerin Julie Meyer, die sich in
der Weimarer Republik in die Politik einmischte. Dass Frauen in der Öffentlichkeit das Wort ergriffen, war jedoch keine Errungenschaft der neuen deutschen Republik. Schon in der Französischen Revolution äußerten die Revolutionärinnen: „Freu Dich, Du hast allen Grund dazu, verflucht noch mal. Früher, wenn wir reden wollten, hat man uns den Mund gestopft! Seit der Revolution ist alles anders.“ (1792) Olympe de Gouges forderte mit ihrer „Erklärung
der Rechte der Frau und Bürgerin“ die Mitsprache von Frauen an
allen öffentlichen Angelegenheiten und das Recht auf die Redner-
tribüne.
Mit der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts begann sich eine
Tradition öffentlicher Reden von Frauen herauszubilden: Gerade ihr
Ausschluss aus den Parlamenten machte die Straße und die öffent-
liche Versammlung zu Orten der kritisch-politischen Auseinander-
setzung, bei der Arbeiterinnen, Gewerkschafterinnen und Dienst-
botinnen sich politisierten und das Wort ergriffen. Im 20. Jahrhundert häufen sich öffentliche Reden von Politikerinnen und Aktivistinnen, die nun auch im Originalton überliefert sind: Lauschen Sie den Stimmen von Clara Zetkin, die 1932 im Deutschen Reichstag zur antifaschistischen Einheitsfront aufrief, von Dr. Elisabeth Selbert, der die Durchsetzung des Gleichheitsgrundsatzes im Grundgesetz als „Meilenstein in der Geschichte“ galt, oder von Helke Sander, die mit ihrer Rede und dem anschließenden Tomatenwurf gegen die Genossen des SDS die neue autonome Frauenbewegung in Gang setzte.
Hören Sie, was aus der Frauengeschichte in unsere Gegenwart
herübertönt!

Kategorie

Diese Veranstaltung als iCal exportieren.