Mittwochskafe: BigTech, Künstliche Intelligenz und faschistische Gefahr

Wann
Mittwoch - 28.01.2026
20:00 - 23:45

Wo
Kafe Marat
Thalkirchner Str. 102
München

Details

Ressentiments, Hetze und Falschbehauptungen haben Konjunktur. Gerade von der politischen Rechten werden sie gerne als politische Mittel genutzt. Dass autoritäre und rechtsextreme Bewegungen derzeit so stark sind, ist Folge zunehmender Verunsicherung infolge multipler Krisen wie Klimawandel, Kriegen und ökonomischen Krisen. Befeuert wird dieser Aufstieg durch einen signifikanten Anstieg der Relevanz sozialer Medien. Diese Technologien sind nicht „neutral“, denn ihre Algorithmen befördern Polarisierung und verunmöglichen gesellschaftliche Verständigungsprozesse – das postfaktische Zeitalter lässt grüßen.

In den USA ist nicht erst seit Musks Kürzungssfeldzug durch die Regierungsorganisation DOGE das Zusammenspiel von Technologie-Gläubigen, Faschist*innen und der Tech-Elite wegbereitend für den Erfolg der Rechten. Die Tech-Oligarchie produziert nicht nur die Technologien, die insbesondere rechtsextremen Bewegungen nützlich sind, spätestens seit der zweiten Amtszeit Trumps bekennen sie sich in weiten Teilen zum rechten Projekt und agitieren etwa queer- und frauenfeindlich. Ihr ideologisches Projekt ist dabei zutiefst autoritär. Soziale und politische Probleme werden auf technisch zu lösende Probleme reduziert, eine bald zu erreichende Super-KI wird als Heilsversprechen vor sich hergetragen.

Dieses technologische Projekt stellt einen Angriff auf die Grundlagen feministischer und antifaschistischer Bewegungen dar. Der Vortrag will dazu aufrufen KI und Co. nicht sorglos zu nutzen, oder als neutrale Tools zu verharmlosen. Stattdessen gilt es sich der Tech-Oligarchie und ihrem großangelegten politischen Projekt zu verweigern.

Offen ist ab 20:00, Vortrag eine halbe Stunde später. Dazu wie immer Essen, Getränke, Kartentausch und Geselligkeit.

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