Wann
Samstag - 17.01.2026 - 18.01.2026
Ganztägig
Wo
EineWeltHaus
Schwanthalerstr. 80
80336 München
Berufsverbote sind leider kein Relikt der Vergangenheit: Im Februar durfte die Klima-Aktivistin Lisa Poettinger ihr Referendariat im Schuldienst in Bayern nicht antreten, weil sie sich für das Klima gegen den Kapitalismus stellt. Das geht dem Freistaat Bayern zu weit: Unter dem Vorwand „Verfassungsfeind“ werden kritische Stimmen mundtot gemacht und Grundrechte wie die freie Berufsausübung eingeschränkt.
Das wollen wir nicht unkommentiert lassen. Wir organisieren ein Wochenende gegen Berufsverbote im Eine-Welt-Haus – mit verschiedenen Veranstaltungen und der Ausstellung „‚Vergessene‘ Geschichte – Berufsverbote, Politische Verfolgung in der Bundesrepublik Deutschland“. Auf 20 Ausstellungstafeln informiert sie über Berufsverbote von der Zeit der Weimarer Republik bis heute. Darüber hinaus wollen wir Raum schaffen, um über die Funktion von Berufsverboten zu diskutieren, und uns der Frage widmen: Wie können wir Berufsverbote verhindern und wie können wir uns gegen sie wehren, wenn es so weit kommt?
Das Wochenende im Überblick:
Samstag, 17. Januar 2026
11:00. Ausstellungseröffnung: Mit einem Vortrag von Autorin und Klima-Aktivistin Lisa Poettinger über ihr Berufsverbot und wie sie sich dagegen wehrt
19:30. Vortrag: 50 Jahre Radikalenerlass, 200 Jahre Berufsverbote. Patrick Ölkrug, Autor von “Wer ist denn hier der Verfassungsfeind”, spricht über Geschichte und Funktion der Berufsverbote in Deutschland – von 1815, über den Radikalenerlass, bis heute
Sonntag, 18. Januar 2026
14:00. Führung: Lehrer Andreas Salomon, selbst ‘76 mit einem Berufsverbot belegt, führt durch die Ausstellung und erzählt seine Geschichte
15:00. Podiumsdiskussion: Wege des Widerstands. Was tun bei einem Berufsverbot? Können wir Berufsverbote verhindern? Was können wir aus vergangenen Fällen lernen? Darüber diskutieren Lisa Poettinger, Andreas Salomon und die Rote Hilfe München
Organisiert vom Solikreis Berufsverbote aus dem Barrio Olga Benario. Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung / Kurt-Eisner-Verein Bayern.

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