»Nicht ich provoziere, sondern die Zustände provozieren mich.«

Wann
Montag - 04.11.2019
20:30 - 22:30

Wo
Favorit Bar
Damenstiftstr 12
München

Rollstuhlgerecht? Unbekannt

Details

Wenn der Münchner Künstler Wolfram Kastner eine politische Aktion ankündigt, kann man sicher sein, dass die Polizei kommt. Im letzten Jahr erschien ein Buch über sein Werk, das er in der Favorit Bar vorstellen wird. Der Herausgeber Winfried Nerdinger schreibt dazu: „Wenn es darum ginge, den Künstler auszuzeichnen, von dem in Bayern die meisten und stärksten Anstöße zum Nachdenken über die NS-Zeit und zur kritischen Auseinandersetzung mit den Nachwirkungen des Regimes ausgingen, dann müsste Wolfram Kastner mit Ehrungen überhäuft werden. Wenn es darum ginge, die Person zu benennen, die seit Jahrzehnten aus eigenem Antrieb und auf eigene Kosten unermüdlich ihre Mitbürger mit den verdrängten, aber noch vielfach vorhandenen geistigen und materiellen Relikten der NS-Zeit konfrontiert, dann müsste an erster Stelle Wolfram Kastner genannt werden. Wenn es darum ginge, den Künstler zu würdigen, der es seit mehreren Jahrzehnten auf sich nahm, für seinen Kampf gegen das Vergessen von Behörden schikaniert und vor Gericht gestellt zu werden, dann müsste Wolfram Kastner von seinen Mitbürgern verehrt werden.“

Wolfram Kastner »Nicht ich provoziere, sondern die Zustände provozieren mich.«
Herausgegeben von Winfried Nerdinger
Mit Texten von Hans Holzhaider und Bernd Kastner


Streit über Scheingrab von Nazi-Kriegsverbrecher Intelligenter Vandalismus
Der Künstler Wolfram Kastner soll 4088,34 Euro zahlen, weil er ein Grabmal für Naziverbrecher Alfred Jodl beschmierte und beschädigte. Ein Gericht zeigt Verständnis – recht gibt es der Gegenseite.
Von Jan Friedmann, SPIEGEL Online, 4. Dezember 2018


Eine Veranstaltung des Kurt-Eisner-Vereins.

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