Frankreich vor dem Generalstreik?

Wann
Donnerstag - 23.06.2016
19:00 - 21:00

Wo
Gewerkschaftshaus München (DGB-Haus)
Schwanthalerstr. 64
München

Details

Brennende Autoreifen vor Raffinerien, Demozüge von zehntausenden Menschen auf der Straße und schlagende Polizist*innen, das sind die Bilder, die uns aus Frankreich vom Frühling 2016 erreichen.

Seit dem 9. März geht die Jugend zusammen mit den Arbeiter*innen auf die Straße, um gegen das Arbeitsgesetz „El Khomri“ zu demonstrieren. Es soll längeres Arbeiten bei weniger Geld und einem schlechteren Kündigungsschutz festschreiben.

Dabei geht der französische Staat mit aller härte gegen die Bewegung vor. Die Jugend muss sich Tränengas, Gummigeschossen, Pfefferspray und dem Schlagstöcken der französischen Polizei aussetzen. Der Notstand, der seit den Anschlägen vom 13. November 2015 gilt, ist die rechtliche Grundlage für dieses repressive Vorgehen.

Am 31. März waren mehr als 1,2 Millionen Menschen auf der Straße. Zwischenzeitlich begannen die Menschen Plätze im Rahmen der Bewegung Nuit Debout zu besetzen. Im Mai brachte Frankreichs Präsident dann das Gesetz gegen den Willen von 70 % der Einwohner*innen Frankreich per Dekret und somit ohne Abstimmung im Parlament durch.

Daraufhin wurde der Kampf um die Rücknahme des Gesetzes neu angeheizt: Zwischenzeitlich waren alle acht Raffinerien des Landes im Ausstand, das Benzin wurde knapp, die Bahn streikt, sowie die Hafenarbeiter*innen, die Lastkraftwagenfahrer*innen und die Arbeiter*innen in den Atomkraftwerken. Seit Anfang Juni kamen Teile des Luftverkehrs und der Pariser Nahverkehr hinzu.

Philippe Alcoy, Aktivist in der Revolutionär-Kommunistischen-Strömung innerhalb der Neuen Antikapitalistischen Hand (NPA), wird aus erster Hand über die Angriffe des französischen Staates berichten und eine strategische Einschätzung der Ereignisse geben.

Wir freuen uns, mit euch zu diskutieren!

Veranstalterin: Waffen der Kritik München

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