Die Rolle der israelischen Rüstungsindustrie – wie israelische Waffen getestet werden

Wann
Freitag - 29.07.2022
19:00 Uhr

Wo
EineWeltHaus
Schwanthalerstr. 80
80336 München

Details

Israelische Rüstungsunternehmen verkaufen Waffen an Saudi-Arabien, die Phillipinen, Weißrussland, Myanmar und andere Länder. Warum also zögern sie, während des Ukraine-Krieges Waffen an die Ukraine zu verkaufen? Um dies zu verstehen, müssen wir die Interessen des israelischen Sicherheitssektors verstehen. Die israelische Koalition, die erst kürzlich ihre Mehrheit verloren hat, war auf die Unterstützung der israelischen Rüstungsunternehmen angewiesen und hat eine Politik verfolgt, die den Interessen dieses Sektors entspricht. Die Gründe für den Zusammenbruch der Koalition sind eng mit den Gründen verknüpft, aus denen die Rüstungskonzerne davor zurückschrecken, Waffen an die Ukraine zu verkaufen.

In einer Situation des Kolonialismus und der Apartheid ist der israelische Rüstungssektor nicht nur durch Geschäftsinteressen und Profit motiviert, sondern auch durch die Angst der jüdisch-israelischen Bevölkerung vor Gleichberechtigung, die Angst, ihre Privilegien zu verlieren. Der israelische Waffensektor hat sich durch die Unterdrückung der palästinensischen Bevölkerung entwickelt, aber er macht seine Gewinne, indem er diese Technologie der Unterdrückung anderen Regimen anbietet, die Angst vor Gleichheit haben.

Diskussion mit Dr. Shir Hever (Heidelberg), Wirtschaftswissenschaftler, Journalist, Mitglied der jüdisch-deutschen Organisation Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost und Autor von zwei Büchern, u.a. „Die politische Ökonomie der israelischen Besatzung“ (2014) und „The Privatization of Israeli Security“ (2017).

ISO – Internationale Sozialistische Organisation, IV. Internationale, OG München

Unterstützt von SALAM SHALOM – Arbeitskreis Palästina-Israel e.V.; Frauen in Schwarz, München; Verein für solidarische Perspektiven e. V.

Kontakt: [email protected]

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