Talk is cheap – Pop und die Sozialwissenschaften

Wann
Sonntag - 24.06.2018
20:00 Uhr

Wo
iRRland
Bergmannstraße 8
München

Rollstuhlgerecht? Nein

Details

Talk is cheap – Pop und die Sozialwissenschaften

Vortragsreihe | Diskussionen

hosted by Friktionen -Beiträge zu Politik und Gegenwartskultur & dept. of volxvergnuegen

iRRland, Bergmannstr. 8, Mchn.

jeweils um 20 Uhr | Eintritt frei

Die wilde Ehe zwischen Pop und Politik scheint sich in den letzten 20 Jahren merklich abgekühlt zu haben. Nichtsdestotrotz ist Pop die relevante künstlerische Äußerungsform im öffentlichen Raum. Worum ging es und geht es den Akteuren? Was kann man aus geschichtlicher, philosophischer oder soziologischer Sicht aus den Äußerungsformen einer Band oder eines Künstlers/einer Künstlerin mitnehmen? Nach einem Einstiegsvortrag durchsetzt mit Soundbeispielen runden hoffentlich lebhafte Diskussionen mit Kaltgetränken die Veranstaltungen ab.

Talk may be cheap – but is necessary to get an idea about the world.

 

 

 

So 24.6.18 – 20h

Slime –

Linksautonomie als Verfestigung des popkulturellen Genres „Deutschpunk“

(Matthias Hofmann)

 

Kurz vor der konservativen Wende in der alten Bundesrepublik veröffentlicht die Hamburger Band Slime 1981 ihr Debutalbum „Slime I“. Es enthält – basierend auf dem frisch aus Großbritannien herüberschwappten Punk – eine sloganhafte Zusammenfassung all jener Positionen, die sich in den linksalternativen Auseinandersetzungen mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit seit 1968 entwickelt hatten. Jenseits von Chartpositionen entstand in Verbund mit den beiden Nachfolgealben hier eine Position, die man durchaus als Nukleus dessen beschreiben könnte, was in den kommenden Jahren als sog. ‚Deutschpunk’ begann ein eigenes Genre zu bilden. Die dezidiert linke politische Positionierung, deutsche Texte und die Orientierung am Prügelpunk a la Exploited und GBH generierte in den Jahren nach Slimes ersten Äußerungen Anfang der 80er Jahre Nachfolger, die ein in vielerlei Hinsicht vergleichbares Feld beackerten. Das „Original“ stellt dabei in vielerlei Hinsicht eine überspitzte Positionsbestimmung dessen dar, was sich in dieser Zeit als linkes Autonomieprojekt begriff und versuchte die Definitionsmacht gegenüber dem zu gewinnen, was zu dieser Zeit als Staat, Gerechtigkeit oder Freiheit begriffen wurde.

Sprache des Events: dt

Eintritt: frei

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