Fighting for Safe Passage!

Wann
Samstag - 17.03.2018
20:00 - 22:00

Wo
im Kösk
Kösk, Schrenkstraße 8
80339 München (Westend)

Rollstuhlgerecht? Unbekannt

Details

Diskussionsveranstaltung mit Father Mussie Zerai und Aktivist*innen aus Marokko, Tunesien und der Türkei zur aktuellen Situation auf den Fluchtrouten nach Europa.

Sa. 17.3.2018 | 20 Uhr | Kösk | Schrenkstraße 8 | München
Tram 18/19 Schrenkstr.
GPS N 48.1384982, E 11.5411699
Die Veranstaltung findet auf deutsch und englisch statt

Flucht und Migration wird in der europäischen Debatte vor allem als
angebliche Gefahr für die soziale Sicherheit thematisiert. Das
Grundrecht auf Asyl wird immer weiter eingeschränkt, eine legale
Einreise nach Europa soll nur Menschen gewährt werden, die für die
nationalen Ökonomien verwertbar erscheinen. Darüberhinaus wird Migration
von den europäischen Regierungen vor allem als polizeiliche und
militärische Herausforderung verstanden und mit Checkpoints an den
EU-Binnengrenzen und durch die „Verlagerung“ der EU-Aussengrenzen bis
weit nach Afrika hinein bekämpft.

Seit vielen Jahren versuchen Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer
nach Europa zu gelangen. Jedes Jahr sterben dabei tausende. Während sich
die staatlichen Organe der EU auf die „Sicherung“ der Grenzen
beschränken, übernehmen Aktivist*innen und NGO’s die Aufgabe der
Seenotrettung und Betreuung der Menschen, die auf den Fluchtrouten
unterwegs sind und geraten selbst zunehmend in den Fokus staatlicher
Kriminalisierung.

Gemeinsam mit Aktivist*innen aus den Transitländern rund um das
Mittelmeer wollen wir darüber berichten, was die EU-Grenzpolitik für den
Alltag von Menschen auf der Flucht bedeutet und wie die Arbeit von
solidarischen Netzwerken in diesen Ländern aussieht.

Father Mussie Zerai unterstützt seit vielen Jahren Menschen auf der
Flucht von Afrika nach Europa. 2016 erhielt er den Menschenrechtspreis
der Stiftung Pro Asyl. Seit letzten Jahr ermittelt die italienische
Staatsanwaltschaft gegen ihn im Kontext der Kriminalisierung von
Rettungs-NGOs.

Das Projekt Alarm-Phone wurde im Oktober 2014 von Aktivist*innen in
Europa und Nordafrika ins Leben gerufen . Es ist ein selbstorganisiertes
„Call-Center“ für Geflüchtete, die auf dem Mittelmeer in Seenot geraten
(https://alarmphone.org).

Wir fordern einen radikalen Bruch mit der bisherigen
EU-Migrationspolitik, die das Phänomen der Bootsüberfahrten und das
Massensterben im Mittelmeer überhaupt erst ausgelöst hat.
Wir verlangen eine Öffnung der Grenzen und legale und sichere
Zugangswege, damit Flüchtende Europa erreichen können, ohne dabei ihr
Leben aufs Spiel setzen zu müssen.

Bewegungsfreiheit für alle!
Wohlstand für alle!
Fähren statt Frontex!

Sprache des Events: engl/deutsch

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